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Die religiöse Landschaft der Schweiz ist im 20. Jh. deutlich
vielfältiger geworden. Durch die Migration ist die Zahl der
Menschen, die sich einer anderen als der christlichen Religion
zugehörig fühlen, deutlich angestiegen. So leben in der Schweiz
Menschen, die sich zum Islam, Buddhismus, Hinduimus, Sikkismus,
dem Judentum oder der Baha'i-Religion bekennen.
Durch ihre
Sakralbauten stellt sich auch ein neues Selbstverständnis der
zugewanderten Menschen, die inzwischen zu einem grossen Teil
Schweizerinnen und Schweizer sind, ein. Gleichzeitig wecken die
Gläubigen und ihre Sakralbauten in ihrer Umwelt gemischte
Gefühle und Reaktionen.
Die Ausstellung
"Kuppel - Tempel - Minarett" dokumentiert eine Auswahl
der seit 1945 in der Schweiz durch Zuwanderer neu erbauten Tempel,
Moscheen und Kirchengebäude und erzählt so ein Stück moderner
Geschichte. Es sind Geschichten der Neugier und Annahme, aber auch
der Furcht vor "dem Fremden" und der Ablehnung.
Am Di. 9. November fand
die Eröffnung statt. Beda Meier, Leiter Koordinationsstelle für
Integration Kt. St. Gallen, Vica Mitrovic, Präsident des Runden
Tisches der Religionen und Jens Mayer, Hauptverantwortlicher für
die Ausstellung, begrüssten die Anwesenden und sprachen kurz zum
Thema. Anschliessend, bei Erfrischungen und in ungezwungener
Atmosphäre, ergaben sich gute Gespräche und ein reger Austausch.
Am Mo. 29. November
um 19.30 findet eine Podiumsdiskussion statt zum Thema
"Sakralbauten in der Schweiz, wie weiter? Fremde Religionen
in der Schweiz - willkommen?"
Der Abschluss der
Ausstellung, Sa. 5. Dezember um 11.00h, klingt mit einer
Matinée aus, an der Texte aus den verschiedenen Religionen
gelesen werden.
Die Ausstellung ist
offen am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 - 16h.
Ort: Offene Kirche, Böcklinstrasse 2, St. Gallen.
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