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      Bahá'í
         
Runder Tisch der Religionen   St. Gallen und Umgebung (RTdR)

 

 


DIE BAHA'I-RELIGION







 


GESCHICHTE

Báb. 1819-1851. 1844 verkündet er im damaligen Persien die Ankunft von Bahá'u'lláh. Verfolgungen setzen ein. 20'000 finden den Märtyrer. Báb wird zum Tode verurteilt und in Täbriz erschossen.

Bahá'u'lláh. 1817-1892. 1863 erhebt er den Anspruch der vom Báb Verheissene aller Religionen und der Offenbarer für dieses Zeitalter zu sein. Verbannung und Gefangenschaft bis zum Tode 1892 im damaligen Palästina.

'Abdu'l-Bahá. 1844-1921. Aeltester Sohn von Bahá'u'lláh. Ausleger der Lehren und Beispiel für das Bahá'í-Leben. 54 Jahre in Gefangenschaft. Verstorben und begraben in Haifa, im Heiligen Land.


LEHREN

Zentrales Thema:
Die Einheit Gottes
Die Einheit der Religion
Die Einheit der Menschheit.
Religion ist fortschreitend, nicht absolut. Alle grossen Weltreligionen stammen aus ein-und derselben göttlichen Quelle.
Die Offenbarer Gottes legen die Masstäbe für ihre jeweilige Zeit fest und sind die treibende Kraft zu einer ständig fortschreitenden Kultur.

Weitere Prinzipien:
Anerkennung der Gleichwertigkeit von Mann und Frau
Das Recht auf Bildung und Wissen
Gerechtigkeit als oberstes Prinzip für die Umgestaltung der Gesellschaft
Abbau von Vorurteilen jeglicher Art
Geistige und ethische Werte zur Lösung von praktischen Problemen anwenden
Die Fähigkeit des Menschen zum Dienst an der Menschheit fördern
Das pesönliche Wohlergehen mit dem Wohl der Gesellschaft verbinden
Religion und Wissenschaft müssen übereinstimmen
Errichtung eines Weltschiedsgerichtshofes und einer Weltregierung sowie
Einführung einer Welthilfssprache
Allgemeine Abrüstung und Errichtung des Weltfriedens.

Bahá'u'lláh behandelt in seinen zahlreichen geoffenbarten Schriften nicht nur Fragen für den Einzelnen - wie der Sinn des Lebens, die Stufe des Menschen etc., sondern offenbart auch einen Plan für die Weltgesellschaft. Heute ist die Menschheit in ihr kollektives Reifealter eingetreten. Die Herausforderung liegt darin, uns als ein einziges Volk zu akzeptieren, uns von den begrenzten Identitäten der Vergangenheit zu lösen und gemeinsam den Grund zu einer Weltkultur zu legen.


VERBEREITUNG

Die Bahá'í-Religion ist neben dem Christentum die am weitesten verbreitete Religion. Der Wachstumsindex ist im Vergleich zu anderen Religionen hoch. Bahá'í leben in über 100'000 Orten und repräsentieren mit 2100 verschiedenen ethnischen Gruppen und 183 nationalen Institutionen einen Querschnitt der menschlichen Familie.


AKTIVITÄTEN

Die Bahá'í -Religion kennt keine Priester. Die Angelegenheiten der Gemeinde werden durch die lokalen und nationalen Institutionen (Geistige Räte) geleitet. Regelmässige Aktivitäten:
Alle 19 Tage wird das Neunzehntagefest gefeiert mit einem meditativen, einem beratenden und einem sozialen Teil.
In Trainingsinstituten wird die Wandlung des Einzelnen gefördert. Kinder-und Jugendklassen vermitteln ganzheitliche Erziehung zu Weltbürgern. Sommer-und Winterschulen dienen der Wissensvermittlung und dem sozialen Kontakt untereinander.
Je nach Grösse der Gemeinde finden lokale soziale Aktivitäten statt, Beteiligung am interreligiösen Dialog oder Mitarbeit in gleichgesinnten Gremien statt. Politische Aktivitäten sind untersagt und Gehorsam gegenüber der Regierung muss beachtet werden.

INFORMATION
Nationales Sekretariat, Dufourstr. 13, 3005 Bern 
Tel 031 352 1020   www.bahai.ch   
international: www.bahai.org